Golf ist doch kein Sport! 5 Klischees

Golf ist doch kein Sport! 5 Klischees

Kaum eine Sportart hat mit so vielen Vorurteilen zu kämpfen. Golf Alpin entkräftet die fünf gängigsten Klischees

 

Karohosen, Lachshäppchen, Champagner und dicke Autos auf dem Parkplatz. Kaum eine Sportart ist so klischeebehaftet wie Golf. Das bekommt man aus dem Kreis der Nicht-Golfer – und da gibt’s im Bekanntenkreis bestimmt den einen oder anderen – immer wieder zu hören. Was, Du spielst Golf? Du hast doch gar keinen Doktortitel! Nein, braucht’s auch nicht. Denn für Golf muss man einfach nur süchtig sein. Süchtig nach Freiheit. Süchtig nach der Natur. Süchtig nach den Bergen. Golf Alpin entkräftet die gängigsten Vorurteile.

Golf ist doch kein Sport!

Es gibt Menschen, die sehen in Golf keinen echten Sport. In einer Kategorie mit Schach oder Tanzen. Spazierengehen vielleicht, nur ein teurer Zeitvertreib für Reiche und Rentner. Mehr nicht. Soweit die gängigen Vorurteile. Jetzt zu den Fakten, die allesamt medizinisch erwiesen sind: der durchschnittliche Energieumsatz bei einer vierstündigen Runde beträgt rund 1800 Kalorien. Wenn man davon ausgeht, dass ein Kalorienverbrauch von etwa 2000 kcal pro Woche durch körperliche Anstrengung anzustreben ist, um Herzkreislauf- und Stoffwechselerkrankungen vorzubeugen, müsste man also nicht einmal 27 Löcher spielen, um gesund und fit zu bleiben.  Die Sauerstoffaufnahme ist fast viermal so hoch wie normal, 124 von insgesamt 434 Muskeln werden beim Schwung bewegt und koordiniert,  die Pulsfrequenz kann bis zu 150 Schlägen pro Minute erreichen, dem Cholesterinspiegel geht`s ebenso an den Kragen (er fällt nach einer Golfrunde um durchschnittlich 15 Prozent), wie dem Körpergewicht. Noch Fragen?

Golf ist teuer!

Meint man, ja. Stimmt aber nicht.  Gerade für Kinder ist der Einstieg in diese Sport nicht teurer als etwa Reiten oder auch Hockey. Hat man zum Beispiel die vergleichsweise kostspieligere Erstausrüstung mit Schlägern, Schuhen, Bag und Bekleidung bereits zu Hause, kostet ein Jahr mit Mitgliedschaft und Training vielerorts nicht einmal 100 Euro. Es gibt sogar Klubs, da spielen Kinder und Jugendliche beitragsfrei. Tennis zum Beispiel, ebenfalls mit vielen Klischees behaftet, kostet jährlich im Schnitt mehr als 700 Euro. Aber auch hier haben viele Klubs noch strenge Aufnahmeregularien. Übrigens ist das nicht nur bei Kindern so. Rechnen Sie doch mal die Kosten für einen ganz normalen Tag auf der Skipiste oder auf dem Gletscher zusammen? Da sind knapp 70 Euro Greenfee schon fast ein Schnäppchen …

Golf? Das kann doch nicht gesund sein!

Oh, doch! Das merkt man vor allem an richtig stressigen Tagen. Dann, wenn es nach vielen Stunden im Büro im Nacken zu ziehen beginnt. Wie die Schultern immer schwerer werden und die Gemütswelt immer grauer. Und dann kommt dieser Moment, in dem man einen Golfplatz betritts. Der Moment, in dem alle Alltagssorgen mit dem ersten Probeschwung abgeschüttelt werden und die Seele laut "Yippie!" schreit. Golf als Antistress-Training also. Das bestätigen mittlerweile auch Mediziner und Psychologen. Neben psychotherapeutischen Behandlungen können auch motorisch-körperliche Aktivitäten bei einer Erkrankung wie dem Burnout-Syndrom den Selbstheilungsprozess fördern. In psychosomatischen Kliniken wird bereits sehr viel mit Sporttherapien gearbeitet. Golf ist tatsächlich Medizin. Eine, für die man nicht einmal ein Rezept braucht.

Golf ist nur was für alte Leute!

Natürlich eignet sich der Golfsport auch oder gerade für ältere Menschen. Weil sich einerseits der Puls im moderaten Bereich bewegt und auf dem Platz niemand einen Sprint hinlegen muss. Andererseits, weil eine 18-Loch-Runde natürlich Zeit in Anspruch nimmt – und Senioren haben Zeit! Aber deswegen ist Golf noch lange kein Alte-Leute-Sport! Um das Gegenteil zu beweisen, genügt ein Blick auf die Profi-Touren dieser Welt. Da sind überwiegend durchtrainierte, junge Athleten unterwegs. In Schulen werden Golf-Kurse angeboten und Lehrer berichten tatsächlich: Wer Golf spielt, lernt leichter. Weil es schon im Training um Konzentration, Koordination und Disziplin geht.

Golfer machen die Natur kaputt! 

Wer behauptet denn so etwas? Im Gegenteil! Längst gelten Golfplätze nicht mehr als Umweltsünde. Auf den Anlagen spielen Umweltschutz und naturbewusstes Handeln wichtige Rollen. Hier Wildblumenwiesen für die Bienen, dort abgestorbene Bäume, Nistkästen und Insektenhotels. Der Ideenreichtum ist beeindruckend. Golfplätze sind heute wichtige Ökosysteme, manchmal sogar Landschaftsschutzgebiete, in denen bedrohte Tier- und Pflanzenarten eine neue Heimat finden. Und bei uns in den Bergen Tirols und des Salzburger Lands ist ein Golfplatz vor allem eines: echte Natur zum Genießen!

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